Über Mat Goehmann

Musikmacher seit 1975 ... Singen und Beatboxen meiner ersten eigenen „Songs“ ... Erster Musikunterricht 1978: Blockflöte (meine Eltern wussten es nicht besser ...) Bald war ich jedoch auf der „Electronic-Schiene“ ;-) Am meisten fasziniert von Tasten und Synthesizern ... Nie so richtig begeistert hat mich das Piano, weder der Klang noch das „mechanische“ Spielgefühl. Seit den 80er Jahren war ich ein großer Fan der neuen Synthesizer-Sounds, die die (Pop-) Musik seinerzeit revolutionierten ... Ich begann meine ersten Kompositionen von Liedern „mit einem Anfang, einer Bridge, einem Solo und einem Ende“ ...

Ab ungefähr 13 habe ich in den Ferien immer hart gearbeitet, um mir am Ende von drei, vier oder sogar sechs Wochen Schufterei in irgendeiner Fabrik einen neuen kleinen Synth leisten zu können. Ich fing an, in einer „Band“ namens „Wall“ mit meinem Nachbarn zu spielen. Ich fing an, meine eigenen Songs zu komponieren, in denen ich meine erste große Liebe und ihren bitteren Niedergang verarbeiten musste. Ich installierte mein erstes „Tonstudio“, um diese Songs aufnehmen zu können. Es bestand aus zwei aufnahmefähigen Kassettenradios, die ich im „Ping-Pong-Verfahren“ beschickte – jeweils mit der vorherigen Wiedergabe und einem neu dazu aufgenommenen „Live-Track“. Ein paar Jahre später begann ich, mit einem Tascam 4-Spur-Kassettenrekorder aufzunehmen. Einige Jahre später arbeitete ich mit einem 16-Kanal-Mischpult und zeichnete auf einer gebrauchten 8-Spur-Viertel-Zoll-Bandmaschine auf.

In den frühen 1990er Jahren wurde mir klar, dass ich „meinen Sound“ nicht in einem bestimmten Instrument finden würde – sondern in der Kunst der Tontechnik selbst ... was mich mehr zu einem Produzenten und Komponisten macht als zu einem typischen Instrumentalisten, der mehr oder weniger mit „seinem“ Instrument „verwächst“. Und so beschloss ich 1994, ein Tontechnik-Studium zu beginnen, was die beste Entscheidung meines Lebens war. Seit ich mir einen Überblick über die technischen Hintergründe des Klanges verschaffen kann, macht mir das Komponieren umso mehr Spaß, weil es in unendlich viele Richtungen geht ... ALLES DREHT SICH UM DEN SOUND!

Ich habe mit verschiedenen Musikern in verschiedenen Bands und Musikprojekten gespielt – immer meine eigenen Lieder. Bald legte ich mir meinen ersten Musikcomputer zu, einen Atari ST 1040, den ich vergötterte. Anfangs zeichnete ich nur MIDI-Signale mit der Software Notator SL von C-LAB auf. Später wurde daraus Emagic und die Software hieß Logic. Ich besorgte mir einen Apple Powermac (OS 9 war einfach geil!) und begann mit der Aufnahme auf Festplatten ... Mehr und mehr spielte ich nur noch „projekthaft“ mit anderen Musikern zusammen. Aber es ist wie in einer (guten) Ehe: Gemeinsam erreicht man mehr ...

Seit einigen Jahren arbeite ich nur noch mit Windows (ich liebe Windows 7 und war bereits sehr zufrieden mit XP) und habe meinen selbst konfigurierten Tower ... Ich arbeite mit und LIEBE Ableton Live, das ich bereits in Version 1 besessen habe, als es seinerzeit auf der Frankfurter Musikmesse aus der Wiege gehoben wurde ... Für Sound-Experimente benutze ich manchmal auch Propellerhead Reason, Celemony Melodyne, eine Reihe weiterer feiner Apps – und natürlich mein KYMA PACA-System. Fürs Komponieren und Sound-Engineering verwende ich eine (mittlerweile) schier endlose Zahl von VST-Plug-Ins, die hervorragend unter Ableton Live verwaltet werden können – selbst bei umfangreichen Aufnahme- und Mixing-Sessions. In den letzten 10 Jahren habe ich ein „uferloses“ digitales Computerstudio mit virtuellen Instrumenten und Effektgeräten aufgebaut, das mir endlose Freude bereitet, manchmal aber auch viele graue Haare!

In den letzten Jahren habe ich mir auch einige Alter Egos (AKA's) zugelegt, allen voran „Synthling“, denn das hört sich einfach cool an ... Ich experimentiere auch mit einer virtuellen Gesangsdame, die allgemein als "Vocaloid" bekannt ist, von Yamaha entwickelt wurde und der letzte Schrei in Japan ist, während „sie“ hierzulande eher ein „Mauerblümchendasein“ fristet. Aber bei mir heißt sie „Radiomaid“, und meine Experimente mit ihr werden hoffentlich noch zu hören sein ... Außerdem hat sich mein Interesse in den letzten Jahren zunehmend auch auf die Bereiche Sounddesign und Filmmusik verlagert.

Aber jetzt lass(t) uns herausfinden, ob wir den gleichen Musikgeschmack haben ... Alles Gute und viel Spaß!